Vermischtes
Demonstrationen zum 1. Mai
Mit mehr als 200 Beamten hatte sich die Stuttgarter Polizei vorsorglich auf mögliche Ausschreitungen zum 1. Mai eingestellt.
Während die traditionelle Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit zirka 2.000 Teilnehmern aus polizeilicher Sicht ruhig und problemlos verlief, kam es im Zusammenhang mit der parallel veranstalteten Demonstration des Bündnisses „Revolutionärer 1. Mai“ zu Auseinandersetzungen.

Dem Aufruf des Bündnisses waren etwa 350 Personen, die mutmaßlich überwiegend dem politisch linken Lager zuzurechnen sind, gefolgt. Ab 11.30 Uhr hatten sie sich auf dem Marktplatz eingefunden und wollten mit einem Aufzug zum Marienplatz gehen. Schon im Vorfeld wurden Weisungen der Polizei, ein übergroßes Transparent betreffend, missachtet. Die mutmaßlich Linksautonomen zeigten sich überhaupt nicht kompromissbereit. Der geplante Aufzug wurde von den Einsatzkräften zunächst untersagt, sie konnten jedoch einen geschlossenen Marsch der 350 Personen nicht verhindern. In der Sporerstraße hielt die Polizei den Aufzug an und forderte die Teilnehmer mehrfach auf, das übergroße Transparent zu entfernen. Nachdem diese sich weiterhin weigerten, sollte das Spruchband von Einsatzkräften beschlagnahmt werden. Bei ihrem Einschreiten wurden die Beamten mit Holzstöcken geschlagen, die Polizei setzte ihrerseits den Einsatzstock und Pfefferspray ein. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt, unter anderem bekam ein Beamter einen Tritt in den Unterleib.

Der 30-jährige Tatverdächtige konnte später festgenommen werden. Der mutmaßliche Linksautonome war in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte in Erscheinung getreten und wird deshalb am Sonntag (02. Mai 2010) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Erlass eines Haftbefehls einem Richter vorgeführt.

Nach einer Zwischenkundgebung in der Olgastraße begannen mehrere Demonstranten, sich mit Sonnenbrillen und Kapuzen zu vermummen. Erst nachdem der polizeiliche Einsatzleiter die mögliche Auflösung der Versammlung angekündigt hatte, legten sie ihre Vermummung ab.

Die Demonstration zog anschließend bis zum Marienplatz weiter, wo die Veranstaltung gegen 15.00 Uhr endete.



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Quelle: Pressemitteilung Polizei BW / 03.05.2010

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