lreiche Personen sind am Samstag (21.11.2009) dem Aufruf des
Veranstalters gefolgt und haben sich in der Stuttgarter Innenstadt zu einem
Demonstrationszug mit mehreren Kundgebungen versammelt.
Bereits im Vorfeld der
Demonstration beschlagnahmten die Einsatzkräfte bei einem 16 Jahre alten Schüler
einen Schlagring und bei einem 23 Jahre alten Studenten ein Klappmesser. Beide
Personen wurden vorläufig festgenommen und müssen mit einer Anzeige wegen des
Verstoßes gegen das Versammlungs- und Waffengesetz rechnen.
Kurz nach 15.00 Uhr entrollten zwei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren sowie
eine 23 Jahre alte Frau auf dem Dach des Hauptbahnhofes ein Transparent mit dem
Aufruf, am 28.11.2009 in Stuttgart an einer Demonstration teilzunehmen. Gleichzeitig
feuerten sie Leuchtraketen und Böller ab. Die drei Personen hatten während der
Aktion ihre Gesichter mit Sturmhauben maskiert. Polizeibeamte nahmen die drei
kurze Zeit später fest und beschlagnahmten das Transparent sowie die restlichen
Böller und Leuchtraketen. Ein Richter ordnete Beseitigungsgewahrsam an.
Gegen 15.20 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. In der Theodor-
Heuss-Straße versuchten einige Demonstranten auf die Gegenfahrbahn zu
gelangen. Als dies misslang, warfen sie Knallkörper in Richtung der Einsatzkräfte.
Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt.
Am Wilhelmsplatz setzten sich zahlreiche Demonstranten auf die Straße, blockierten
kurzzeitig den Verkehr und verschmutzten die Straße mit zahlreichen Flugblättern, so
dass eine Kehrmaschine angefordert werden musste. Der Versammlungsleiter löste
die Versammlung vorzeitig auf und die meisten Demonstranten verließen in
Kleingruppe den Wilhelmsplatz.
Eine Gruppe von mehreren Hundert Personen ging geschlossen zurück in Richtung
Rotebühlplatz. Auf Höhe der Kronprinzstraße hielt die Polizei den Zug an und
forderte die Teilnehmer erneut auf, sich zu entfernen. Dabei trat ein unbekannter
Mann einem Polizeibeamten gegen das Knie und verletzte ihn, so dass er seinen
Dienst nicht fortsetzen konnte. Der Beamte setzte gegen den Angreifer Pfefferspray
ein.
Insgesamt nahm die Polizei zehn Personen vorläufig fest, die unter anderem gegen
das Vermummungs- und Bewaffnungsverbot verstoßen hatten.